Welcher Schutz soll es sein?
30.Juni 2008
Nicht oft standen Krankenversicherungen und insbesondere die Kosten, die damit verbunden sind, derart stark im Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen wie heute. Die Gesundheitsreform im April 2007 hatte dazu den ersten Anstoß gegeben und Verbraucher entscheiden sich immer häufiger dazu, Vergleiche zu unternehmen. Gesetzliche wie auch private Krankenversicherungen kommen dann auf den Prüfstand, den sparen will schließlich jeder, ohne dabei Abstriche bei den Leistungen in Kauf zu nehmen. Die einzelnen Leistungen und auch die Möglichkeiten, Beiträge zu reduzieren nehmen an Gewicht zu. . Doch immer noch warten viele Arbeitnehmer skeptisch ab, einen Wechsel zu vollziehen. Die Medien verbreiten Meldungen, die für Unsicherheiten in bezug auf die Versicherungswahl sorgen und viele Verbraucher haben es schwer, objektive Vergleiche anzustellen. Viele wissen auch gar nicht, dass sie einen Zugang zu einer der privaten Anbieter haben. Doch ab einem monatlichen Einkommen von 3.937,50 Euro, das in mindestens drei aufeinander folgenden Jahren verdient wurde, besteht die Chance, zum Privatpatienten zu avancieren. Freuberufler, Selbständige und Künstler können sich sogar ohne diese Einkommensnachweise privat absichern lassen. Natürlich spielt das individuell gewünschte Leistungsspektrum eine besondere Rolle, wenn es um die monatlichen Beiträge für die Krankenversicherung geht. Wer viel von der Versicherung verlangt, muss auch mehr bezahlen, der nur den Basisschutz in Anspruch nehmen will. Soll es der Chefarzt sein, der die Visite im Krankenhaus vornimmt und ein Aufenthalt in einem Einbett- oder Zweibettzimmer ist die richtige Wahl, muss man entsprechend für diesen Tarif bezahlen. Viele Kassenpatienten haben die Vorzüge des privaten Schutzes erkannt und peppen den gesetzlichen Schutz durch einen private Zusatzversicherung für das Krankenhaus auf. Schließlich will sich der Patient nicht in einem Drei- oder Vierbettzimmer wieder finden, wenn die Genesung Fortschritte machen soll. Auf diese weise kommen immer mehr Kassenmitglieder in den Genuss einer bevorzugten Behandlung während eines stationären Aufenthaltes. Die privaten Versicherer verbuchen daher einen enormen Zuwachs an Zusatzversicherungen, damit alle in den Genuss kommen können, die Grundversorgung durch die Kassen, entsprechend aufwerten zu lassen.
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