Die Gesundheitsreform, wieder einmal, hat nicht nur die bereits bekannten Nachteile insbesondere für die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung, sondern sie entwickelt mitunter auch einen ausgesprochen zynischen Humor. Der neue, so genannte Gesundheitsfonds, der ab nächstem Jahr die Gelder für alle gesetzlichen Krankenkassen einzieht und an die einzelnen Anbieter nach einem bestimmten Schlüssel verteilt, hat bedenkliche Kriterien zu Grunde liegen, die für die Höhe der jeweilige Mittel entscheidend sind. Hier zeigt sich über deutlich, dass man einen Staatsauftrag, für die Wohlfahrt der Bürger zu sorgen, schlecht mit betriebswirtschaftlichen Erfordernissen kombinieren kann. Ziel der staatlichen Gesundheitsfürsorge kann ja eigentlich nur sein, den Gesunden zu helfen, gesund zu bleiben, und den Kranken, möglichst schnell wieder gesund zu werden. Folgerichtig müsste der Schwerpunkt der Finanzierung der gesetzlichen Kassen bei der Vorsorge liegen. Das Gegenteil ist der Fall. Die Kassen erhalten aus dem Fonds genau dann mehr Geld, wenn bei ihnen möglichst viele bereits kranke Menschen versichert sind, oder solche, bei denen der Ausbruch einer Erkrankung auf Grundlage der vorhandenen Daten wahrscheinlich ist. Die Kassen haben also nach Lage der Dinge ein finanzielles Interesse daran, möglichst viele potentielle Risiken zu versichern, noch besser, viele bereits eingetretene Risiken. Das kann natürlich kein Anreiz dafür sein, Krankheiten zu verhindern helfen. Zwar verursacht ein Gesunder naheliegender Weise kaum Kosten für eine Versicherung. Allerdings bringt ihr ein Kranker wesentlich mehr Geld in die Kasse. Obwohl sich nicht alle Krankheiten in ihrem Kostenverlauf genau vorhersagen lassen, kann man doch für die meisten Fälle eine statistische Wahrscheinlichkeit ermitteln. So ist es im Augenblick für die Kassen von großem Interesse, in ihren Versichertenunterlagen nach möglichste viele Risikopatienten zu suchen, um einen großen Anteil aus dem neuen Strukturfonds zu erhalten. Die Gesunden nutzten dafür gar nicht, sondern schmälern die jährlichen Einnahmen. Das ist ein völlig falscher Anreiz. Überspitzt ausgedrückt, hätten die Versicherungen nunmehr allen Grund, ihren Kunden zu ungesundem Lebenswandel zu raten, damit sie sich für die Kasse rechnen. Noch besser nach dieser Logik, Kranke auch krank zu lassen. Jeder Versicherte, der auf Kosten der Kasse wieder seine Gesundheit herstellen konnte, schmälert die Einnahmen.Es wurde hier schon öfter erwähnt: die nächste Gesundheitsreform kommt bestimmt.
21. August 2008
Eine Vielzahl von Erkrankungen hat ihre Ursache im modernen Lebensstil, der geprägt ist aus einem Überangebot und oft Überkonsum von Nahrungsmitteln auf der einen Seite. Die andere ist ein dramatischer Bewegungsmangel, der in unserem Alltag herrscht. Beinahe alle Tätigkeiten üben wir im Sitzen aus, es fängt auf dem Weg zur Arbeit schon an, wenn man im Auto oder Zug sitzt, setzt sich fort auf dem Bürostuhl und wieder zu Hause verbringt manch einer den Rest des Tages auf der Couch. Dabei ist gerade Bewegung die einfachste und wirkungsvollste Art, die Gesundheit zu erhalten. Allein sich dazu aufzuraffen, ist oft ein großes Problem. Der „innere Schweinehund” ist meistens dagegen. Aber man kann ihn überlisten oder mit ihm zusammenarbeiten. Wie das geht, hat man nun wissenschaftlich untersucht.
Es gibt ja offenkundig eine Menge Menschen, denen es durchaus jeden Tag gelingt, sich zum Morgen,- oder Abendlauf zu motivieren oder sich sonst körperlich aktiv zu betätigen. Warum es andere nicht schaffen, obwohl sie es sich immer wieder vornehmen, hat man bei dieser Untersuchung versucht aufzuklären.
Erste Erkenntnis, warum die Macher es schaffen, die anderen aber beim dauernden Versuch bleiben, liegt darin, wie man sich selbst managt. Die, die es schaffen, haben Strategien entwickelt, ihre Ziele entgegen innerer und äußerer Widrigkeiten auch anzugehen. Diese Gruppe ist auch eher in der Lage zu handeln, statt abzuwarten und kann unangenehmes im Jetzt besser mit später zu erreichenden Zielen abgleichen. Sie lässt sich von Problemen nicht aufhalten und nimmt Herausforderungen gerne an. Eine simple Methode ist zum Beispiel, sich auf das gute Gefühl zu konzentrieren, das man nach dem Joggen hat, statt sich mit Gedanken an die bevorstehende Anstrengung zu demotivieren.
Ausreden zu finden fällt der Vergleichsgruppe hingegen leicht. Es ist diejenige, die zwar gerne Sport treiben möchte, den Wunsch jedoch nicht umsetzt. Die Energie, die im Erfinden von Ausreden oder dem Nachdenken darüber, ob man nun heute morgen in die Kälte raus gehen sollte oder nicht, steht für die eigentliche Tätigkeit nicht mehr zur Verfügung. Ausreden sind da oft schnell gefunden, etwas irgendwelche Wehwehchen, die einen daran hindern, Sport zu treiben, obwohl man es eigentlich gerne wollte. Aber gerade wenn man schon Beschwerden hat, sollte man sich erst Recht bewegen, da gerade der Bewegungsmangel Krankheitsverursacher Nummer eins ist.
Dazu kann man klein anfangen, indem man seinen Alltag etwas modifiziert, zum Beispiel täglich zu Fuß einkaufen geht anstatt einmal die Woche mit dem Auto. Auch über die Treppe kann man aus dem Haus gelangen und wieder zurück in die Wohnung, statt mit dem Aufzug zu fahren. Hat man das einmal umgesetzt, kann man sich weitere Ziele stecken und ist dabei motiviert, weil man schon ein Stück erfolgreich geschafft hat.
Motivierend können auch Partner wirken, die einen beim Sport mitziehen und die Begeisterung aufrecht erhalten.
07. August 2008
Auf Grund der Tatsache, dass die Gesundheitsreform, die vor der Tür steht, stellen sich viele Mitglieder, die in einer privaten Krankenversicherung (PKV) versichert sind, die Kardinalsfrage: Lohnt sich ein Wechsel der privaten Krankenversicherung (PKV) denn auch überhaupt?Ab dem kommenden Jahr 2009 kann man innerhalb des ersten halben Jahres seine Altersrückstellungen in der privaten Krankenversicherung in die neue private Krankenversicherung (PKV) mit nehmen, aber lohnt sich ein Wechsel der privaten Krankenversicherung (PKV) denn auch wirklich, und auf was muss man bei einem Wechsel seiner privaten Krankenversicherung (PKV) achten?
Ob ein Wechsel der privaten Krankenversicherung (PKV) eine Verbesserung bringt, kann man so pauschal nicht sagen, weil es immer von der individuellen Situation abhängig ist. Aber man sollte auf jeden Fall einen Wechsel der privaten Krankenversicherung (PKV) im Auge behalten, wenn es so ist, dass man mit der privaten Krankenversicherung (PKV), in der man zu dem jetzigen Zeitpunkt als Mitglied versichert ist, aus bestimmtem Grunde nicht besonders zufrieden ist.
EIn Wechsel innerhalb des ersten halben Jahres im kommenden Jahr 2009 birgt den Vorteil, dass man seine Altersrückstellungen zu der neuen privaten Krankenversicherung (PKV) transportieren kann, allerdings nur im Rahmen des neuen Basistarifs. Die gesetzliche Regelung der Regierung sieht vor, dass man dass man bei der privaten Krankenversicherung (PKV), zu der man dann wechselt, anderthalb Jahre in deren Basistarif verweilen muss und erst im Anschluss an diesen Zeitraum in einen vorteilhafteren Tarif wechseln kann.
Weil der besagte Basistarif dem Grundtarif der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mehr als nur entfernt ähnelt, tun sich wechselwillige Mitglieder einer privaten Krankenversicherung (PKV) schwer mit einem Wechsel. Von Bedeutung ist es zudem, dass man nach anderthalb Jahren keine Gesundheitsprüfung machen braucht, sondern direkt in den vorteilhafteren Tarif eingestuft wird. Weil man ja anderthalb Jahre nun dann nur einen schlechteren Tarif hatte, gilt es zu klären, ob man für diesen Zeitraum gewisse Zusatzversicherungen abschließen sollte, mit deren Hilfe man Lücken in seinem Versichertenstatus abdecken kann. Im Falle der Entscheidung für eine neue private Krankenversicherung (PKV) muss man eine Hülle und Fülle von wichtigen Faktoren beachten und dabei nicht bloß auf die Leistungen, Tarife, Beiträge und Preise achten.
06. August 2008
Einer der wichtigsten Punkte, die man bei einem Wechsel der Krankenversicherung beachten sollte, sind die Kündigungsfristen, die im Fall eines KV Wechsels greifen, denn wer will schon freiwillig Beiträge für zwei Krankenversicherungen zahlen? Wohl ganz bestimmt niemand. Trotzdem kann das leicht passieren, wenn man die Kündigungsfristen außer Acht lässt und nicht gebührend beachtet. In vielen Fällen kommt es nämlich vor, dass dieser Punkt einfach übersehen wird. Dabei sollte eigentlich jedem vollkommen klar sein, dass im Fall einer Kündigung natürlich logischerweise eine Kündigungsfrist einzuhalten ist. Bei den meisten Versicherungen ist ein Vertrag bloß zum Ende eines Versicherungsjahres bei einer Kündigung bis spätestens drei Monate zuvor zu beenden. Wenn sich der Beginn der neuen Versicherung mit dem Beginn der neuen KV überschneidet, so muss man leider Gottes in den sauren Apfel beißen und es müssen für diese Zeit an zwei Versicherungen für zwei Verträge die Beiträge gezahlt werden. Zudem sollte man bedenken, dass die Beiträge immer auch was mit dem Alter des Versicherten zu tun haben, denn bei einer PKV richtet sich die Höhe der Beiträge auch unter anderem am Eintrittsalter und an Dingen wie dem Umfang des ausgesuchten Versicherungsschutzes. Auch der Gesundheitszustand, den man bei der Antragstellung angeben muss, ist für die Höhe der Beiträge, die man monatlich an seine PKV bezahlen muss, von großer Relevanz und sollte daher in alle Überlegungen in Bezug auf einen Wechsel der eigenen Versicherungen mit einfließen und vernünftig in Betracht gezogen werden. Eine Faustregel greift bei allen Versicherten: Umso niedriger das Eintrittsalter des Versicherten ist, wenn er bei einer PKV Mitglied Versichertengemeinschaft beitritt, umso niedriger sind die Beiträge, die er zu zahlen hat. Ist man älter, muss man dadurch resultierend auch höhere monatliche Beiträge in Kauf nehmen, das ist nun mal leider Gottes so. Eine private Krankenverscherung sollte man immer auf eine lange Zeit hin gesehen abschließen und dabei auch einen Beitragsvergleich zu Rate ziehen, der auf jeden berücksichtigt werden sollte. Daran sollte man auf jeden Fall mit als Erstes denken, wenn man über einer Wechsel der eigenen PKV anfängt nachzudenken.
05. August 2008
Besonders, wenn es um präventive Maßnahmen im Feld der Gesundheit geht, muss die Gewährung der Sicherheit einen definitiven Mittelpunkt in den eigenen Überlegungen darstellen. Man kann sich in Deutschland bei gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen versichern lassen und bekommt von diesen einen Rundumschutz angeboten. Bei einem Abschluss einer Versicherung muss man auch an eine Berufsunfähigkeit (BU) denkendem eine BU kann jeden treffen. Es ist sicherer, zeitig vor zu sorgen und jetzt Geld zu sparen, indem man einen Versicherungsvergleich für Verbraucher zu Rate zieht, über den man mehr Informationen über die privaten Krankenversicherungen bekommen kann. Diesen Vergleich kann man unterschiedlich angehen; ein Vergleich der Versicherungen auf unterschiedliche Art und Weise, denn privaten Krankenversicherungen sind Versicherungsunternehmen und kalkulieren auf eine privatwirtschaftliche Weise, während die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) sich an bestehende Vorschriften bezüglich die Höhe der Beiträge und dem Leistungsumfang zum Beispiel zu halten haben. Die GKV unterliegt den Regelungen unseres deutschen Sozialversicherungs- und Gesundheitssystems und wird durch die Krankenkassen-, Primär- und Ersatzkassen getragen. Private Krankenversicherungen sind Körperschaften des öffentlichen Rechts und werden von privaten Firmen unterhalten. Die PKV müssen wie andere Versicherungsgesellschaften auch das Prinzip der so genannten Rechts- und Finanzaufsicht des Bundesaufsichtsamtes beachten, das im Bereich des Versicherungswesens zum Tragen kommt. Bei privaten Krankenversicherungen greifen die Mechanismen der Marktwirtschaf, was bedeutet, dass die PKV bei jeder zu versichernden Person das persönliche Preis-Leistungsverhältnis bei der Höhe der Beiträge zu Grunde legt, und dass die privaten Krankenversicherung im Vergleich zu ihren „Kollegen” bei der GKV nicht verpflichtet sind, jeden Antragsteller auch auf zu nehmen. Denn die gesetzlichen Krankenversicherungen müssen gemäß des Solidaritätsprinzips jeden Antragsteller aufnehmen. Die Beiträge richten sich nach den Einkünften , und losgelöst von Geschlecht, Vorerkrankungen, Alter und speziellen Risiken können alle Mitglieder der gesetzlichen Kassen von denselben medizinischen Tarifen auf der Grundlage des so genannten Umlageverfahrens profitieren. Die Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherungen müssen die bestehenden Kosten abdecken, Mitglieder der GKV besitzen im Fall einer Krankheit auf Grund ihrer Beiträge einen unmittelbaren Anspruch auf Leistungen.
04. August 2008
Ein interessantes Feldexperiment läuft derzeit gerade in England, an dem sich die Auswirkungen von übermäßigem Stress auf die Gesundheit exzellent beobachten lassen. Anlass dafür ist die noch immer nicht überwundene Finanzkrise, die gerade Angehörige der Finanzberufe seit Monaten in Atem hält. Seit Beginn der Turbolenze an den Finanzmärkten steigt dort die Anzahl der Patienten, die an stressbedingten Krankheiten leiden, geradezu explosionsartig. Bis zu vierzig Prozent mehr Menschen wenden sich an Ärzte der einschlägigen Fachgebiete, als noch vor kurzer Zeit. Der Zusammenhang zwischen beruflicher Belastung und Erkrankung liegt hier so nahe, dass die Mediziner eine eindeutige Verbindung sehen. Zuletzt war es die Immobilienkrise, die endgültig zu einer völligen Überlastung besonders des Bankenmanagements wurde. Die Angst zu versagen und eventuell das eigene Unternehmen in den Konkurs zu führen, halten viele Spitzenkräfte nur noch mit professioneller Hilfe aus. Aber auch in den unteren Rängen setzt die Aussicht, alsbald seine Job zu verlieren, den Nerven zu.Die klassischen Symptome für Stresskrankheiten sind vielfältig vertreten. Die Patienten finden auf Grund der Anspannung nicht mehr in den Schlaf oder greifen zu allen möglichen Drogen, um sich damit zu beruhigen oder die Stimmung aufzuhellen. Das Spektrum reicht von Alkohol bis zu Medikamenten. Angstsyndrome und depressive Zustände sind ebenso häufig anzutreffen. Sollte tatsächlich eine Rezession einsetzen, wird sich die Lage nach Ansicht der Fachleute noch verschlimmern.
Die Unternehmen haben größtenteils die Dramatik der Lage erkannt, nicht zuletzt, da die Mitarbeiter in verantwortlichen Positionen meisten selbst betroffen sind. Viele Banken bieten intern Hilfen an, die verschiedene Therapien und Vorbeugemaßnahmen umfassen, um die Arbeitskraft ihrer wertvollsten Mitarbeiter zu erhalten und um ihnen beizubringen, mit derart großen Belastungen umzugehen, die im Augenblick auf sie zukommen.
Vielleicht wäre diese Krise für so manchen ein geeigneter Anlass, sein Leben neu zu bewerten und neuen Prioritäten zu setzen. Ob es wirklich zu einem erfüllten Leben beiträgt ein hohes Einkommen zu Lasten der eigenen Gesundheit zu erzielen, sollte man sich überlegen, bevor es dazu zu spät ist.
01. August 2008
Stress hat viele Gesichter und viele Varianten. Einige davon sind gefährlich für die Gesundheit, wenn man sich im über längere Zeit aussetzt, andere anregend, wenn sie einen Menschen bei einer geforderten Leistung weder über,- noch unterfordern.Überfordern wir jedenfalls eine Beziehung ein dauerhafter Streit ums Geld. Treffen in einer solchen Partnerschaft unterschiedliche Charaktere aufeinander, kommt man um Streit kaum herum. Ist einer sparsam, der andere freigiebig, muss man nach Strategien suchen, um diesen grundlegend verschiedenen Ansätze, mit Geld umzugehen, unter einen Hut zu bringen.
Fünf verschiedene Verhaltensregeln, können einen zerstörerischen Dauerstreit über die Familienfinanzen verhindern helfen.
Zuerst ist eine offene Kommunikation wichtig. Zwar gibt es eine gewisse gesellschaftlich bedingte Hemmung, Gelddinge offen anzusprechen, die man jedoch zugunsten seiner Beziehung überwinden sollte. Klare Absprachen darüber, was mit dem Haushaltseinkommen geschehen soll, sind wenigstens einmal im Monat Pflicht. Das verhindert Eigenmächtigkeiten eines Partners, die, egal wie gut sie gemeint sind, auf jeden Fall zu vermehrtem Beziehungsstress führen werden.
Eine Partnerschaft beruht auf Vertrauen. Dieses sollte nicht bei Geldangelegenheiten enden. Gerade hier ist es entscheidend, dass jeder mit offenen Karten spielt und keine Heimlichkeiten vollführt. Gemeinsame Konten sind daher für Paare, die sich Vertrauen schenken, eine Selbstverständlichkeit. Auch sollte keiner geheime Reserven anlegen, mit denen er ohne Wissen des anderen hantiert.
Um jeden Streit ums Thema Geld zu vermeiden, muss man auch einmal nachgeben können. Eine unterschiedliche Sicht darauf, wie man mit Geld umgehen sollte, muss der andere Partner auch einmal akzeptieren können, selbst wenn es seiner Meinung widerspricht. Wer immer darauf besteht, seine Ansicht als allgemein gültig durchzusetzen, tut seiner Partnerschaft auf Dauer keinen Gefallen.
Egal wer in der Gemeinschaft überhaupt oder mehr Geld nach Hause bringt, sollte ihm das nicht automatisch das Recht einräumen, auch allein über die Verwendung zu bestimmen. Das Motto „wer zahlt, schafft an”, ist in einer Partnerschaft völlig fehlt am Platz.
Wer knausert und sich niemals etwas gönnt, was er sich mit seinem Geld Gutes tun könnte, nimmt diesen Bereich zu ernst, um auf Dauer entspannt damit umgehen zu können. Geld ist kein Selbstzweck, daher muss man auch einmal großzügig sein können, vor allem zu sich selbst.
28. Juli 2008
Das man sich beim Konsum von Alkohol sehr zurückhalten sollte, wenn man sich anschließend noch ans Steuer eines Fahrzeugs setzen will, ist ein Allgemeinplatz. Zwar wird vor der Einführung einer Null-Promille-Grenze die beliebte Stammtischdiskussion nicht an Fahrt verlieren, wie viel man sich genehmigen darf, ohne an kritische Grenzen zu stoßen. Aber im Prinzip ist klar, man trinkt am besten so wenig wie möglich, das heißt nach Möglichkeit nichts Alkoholisches. Zwar weisen Untersuchungen zum Thema gerade in Bezug auf Blutalkohol äußerst interessante Ergebnisse auf, die gerade die geltenden Regeln in Frage stellen. So stellte man fest, dass Personen dann die geringste Unfallwahrscheinlichkeit haben, wenn sie nicht etwas vollkommen nüchtern sind, sondern einen Blutalkoholwert um die drei Promille aufweisen. Ein kleiner Schluck kann also durchaus die Verkehrsicherheit verbessern, auch wenn dies sehr von der individuellen Kondition abhängt. Man sollte sich also nicht auf diese Untersuchungen berufen, falls man einmal bei einer Kontrolle erwischt wird, da wird man nicht wirklich eine Chance haben, der Strafe zu entgehen.
Ähnlich verhält es sich mit diversen illegalen Mitteln, zum Beispiel Cannabis, das man ebenfalls vor einer Fahrt nicht konsumieren darf.
Woran man jedoch selten denkt, obwohl die Gefahr groß ist, sich damit hinter das Steuer zu setzen, sind die Nebenwirkungen von vielen Medikamenten. Beinahe ein Viertel aller zugelasssenen Arzneien beeinflussen die Fahrtüchtigkeit, indem sie die Reaktionen des Fahrers reduzieren. Dieser Aspekt von Unfallursachen wurde bislang viel zu wenig beachtet, obwohl die zuständige Berufsgenossenschaft davon ausgeht, das ein Viertel aller Unfälle auf die Nebenwirkungen von Arzneien zurück zu führen sind; wesentlich mehr, als solche unter Alkoholeinfluss.
Während bei verschreibungspflichtigen Medikamenten die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass Arzt oder Apotheker den Patienten auf die unerwünschten Nebenwirkungen hingewiesen haben, befinden sich aber auch zahllose frei verkäufliche Medikamente auf dem Markt, die ebenfalls die Fahrtüchtigkeit beeinflussen. Viele Erkältungsmittel enthalten zum Beispiel Alkohol in nicht unerheblicher Prozentzahl. Wer darauf nicht achtet und die Mittel ohne Anweisung einnimmt, kann schnell die Grenze der Fahrtüchtigkeit erreichen. Nicht nur ein eventueller Unfall kann hier als schwere Folge eintreten, auch zahlt die gesetzliche Unfallversicherung keinen Cent, war man zu diesem Zeitpunkt nicht in der Lage, ein Fahrzeug zu führen.
Auch viele Psychopharmaka, sowie Schmerztabletten haben ähnliche fatale Nebenwirkungen.
28. Juli 2008
Sich in seinem Job zu behaupten und seinen Arbeitsplatz nicht nur zu behalten, sondern auch voran zu kommen, ist die eine große Herausforderung für jeden Arbeitnehmer. Seinen Job physisch zu überleben und auch keine schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen davon zu tragen, ist ein viel grundlegenderes Problem, über das sich jedoch nur wenige wirklich Gedanken machen.Die Chancen sind hier in der Tat sehr unterschiedlich verteilt. Das Organ der Versicherungswirtschaft hat statistische Daten zur Berufsunfähigkeit ausgewertet und eine Rangliste der gefährlichen Berufe erstellt, aus der auch ersichtlich ist, wo man die besten Aussichten hat, das Rentenalter unbeschadet zu erreichen.
Was nicht wirklich überrascht ist, das handwerkliche Berufe potentiell größere Gefahren bergen als akademische. Wer die Gefahr wirklich liebt, der sollte sich für den Beruf des Dachdeckers entscheiden. Er ist der mit weitem Abstand gefährlichste überhaupt. Beinahe die Hälfte aller Renten in dieser Branche werden wegen Berufsunfähigkeit bezogen, dreißig Prozent der Renten dieses Berufsstandes sind Hinterbliebenenrenten. Auf diesen traurigen Spitzenreiter folgen zum Beispiel auch die Krankenpflegerberufe, aber auch Metzger und Mitglieder der Baubranche sind weit oben vertreten. Interessanterweise befinden sich auch Sozialarbeiter unter den Spitzenreitern, wobei man gerne erfahren würde, wie bei diesem Beruf ein hoher Anteil an Hinterbliebenenrenten zustande kommt. Möglicherweise sind hier Stressfaktoren eine Ursache für einen frühzeitigen Tod, während es bei Hilfstätigkeiten auf dem Bau auf jeden Fall Unfälle sind, die zur Berufsunfähigkeit führen.
Sicher lebt man als Akademiker und am sichersten als Arzt. Das verwundert etwas, da Krankenpfleger sich genau auf der anderen Seite der Risikogruppen befinden. Welchen zusätzlichen Gefahren anders als ein Arzt ausgesetzt sind, geht aus der Untersuchung leider nicht hervor. Ingenieurberufe führen ebenfalls mit hoher Wahrscheinlichkeit in einen unbeschadeten Ruhestand, auch wenn es sich um solche der Baubranche handelt. Die Ausführenden Kräfte haben dagegen wie oben ausgeführt, ein entgegengesetzt höheres Risiko, vorzeitig aus dem Erwerbsleben auszuscheiden. Erwartungsgemäß sicher sind alle Verwaltungsberufe, aber auch Lehrtätigkeiten.
Erfreulich ist, dass die Quote der wegen Berufsunfähigkeit ausscheidenden Arbeitnehmer sinkt. Dies ist vor allem auf verstärkte Sicherheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz zurückzuführen. Bei den Dachdeckern sinkt der Anteil allerdings deshalb, weil weniger diesen Beruf ergreifen, was man niemand wirklich übel nehmen kann.
25. Juli 2008
Kosten für die Gesundheitsvorsorge,- und Wiederherstellung sind grundsätzlich als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzbar. Diese Möglichkeit ist besonders bei Zahnarztkosten ein Segen, da hier schnell große Summen anfallen können. Gerade für gesetzlich Versicherte werden fast alle Zahnbehandlungen zu einer großen finanziellen Belastung. Schon einen einzige Krone erreicht von den Kosten her leicht ein halbes Durchschnittseinkommen. Die Krankenkasse beteiligt sich nur noch mit einem kleinen Festbetrag, der ganze Rest ist Privatvergnügen. Wer in einem solchen Fall nicht Privatpatient mit dem entsprechenden Tarif ist oder wenigstens eine private Zahnzusatzversicherung hat, muss mitunter auf die Behandlung verzichten. Gerade Menschen mit mittlerem oder geringem Einkommen oder gar Langzeitarbeitslose oder Harz IV - Bezieher erkennt man heute schon an ihren Zähnen und das dürfte in Zukunft noch viel drastischer zutage treten. Ob dies ein gesellschaftlicher Fortschritt ist, den die zunehmende Privatisierung aller Lebensrisiken bewirkt, darf jedenfalls bezweifelt werden. Eine Zahnlücke mag für den Gesundheitszustand insgesamt unbedenklich sein und wird weder eine Einschränkung bei der Nahrungsauswahl noch sonst physische Auswirkungen haben. Interessanterweise wird aber gerade in diesem Bereich die Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO geflissentlich ignoriert, die Gesundheit nicht nur als körperliches, sondern auch soziales Wohlbefinden beschreibt. Fehlende Zähne im sichtbaren Bereich tragen dazu bestimmt nicht bei und eine solcher Makel ist garantiert ein unüberwindbares Hindernis, einen qualifizierten Job zu finden. Es sieht also ganz danach aus, als würde hier am falschen Ende gespart, und benachteiligte soziale Gruppen so noch weiter ins Abseits gedrängt. Ein Steuerbonus hilft bei dieser Einkommenskategorie jedenfalls nicht weiter.Wer dagegen finanziell besser gestellt ist, kann nicht nur wie bisher seine dritten Zähne in Form eines Gebisses dem Finanzamt gegenüber geltend machen, sondern neuerdings auch die wesentlich aufwändigere und teurere Variante Implantat. Dies ist einem Urteil der Finanzgerichte zu verdanken, die zwischen beiden Varianten keine steuerliche Ungleichbehandlung anerkennen. Die Steuerbehörde hat die Absetzbarkeit verneint, wie sie es oft tut, wenn hohe Kosten im Spiel sind. Die Begründung hat das Gericht jedoch nicht überzeugt, da es bei einem Implantat um eine medizinisch anerkannte Methode des Zahnersatzes handelt. Wer sich also eine solche Behandlung leisten kann, die um die dreitausend Euro für jeden Zahn kosten kann, darf sich über eine ordentliche Steuerrückzahlung freuen.
24. Juli 2008
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