Generika – die Kostenbremse im Gesundheitswesen

12.November 2008

Generika machen in Deutschland einen bedeutenden Anteil aller verschriebenen Medikamente aus. Über die Hälfte aller Arzneien, die auf Rezept ausgegeben werden, sind mittlerweile Generika. Einen größeren Anteil auf dem Medikamentenmarkt haben Generika nur noch in Amerika und Japan.Da hat sich in den letzten Jahre viel getan. Noch vor einem Jahrzehnt machte der Generika – Anteil erst etwas dreißig Prozent aus. Seit dieser Zeit wächst der Markt mit ganz erheblich. Bei Medikamenten, die keinem Patentschutz unterliegen, ist der Anteil sogar noch viel höher, nämlich mittlerweile bei etwa achtzig Prozent. Die Ärzte scheinen von diesen Produkten durchaus überzeugt zu sein, da nur ein Fünftel noch das Originalpräparat verschreibt, wenn ein Generika zur Verfügung steht. Selbst das Original verschrieben wird, kann auch der Apotheker noch eingreifen und stattdessen ein den preiswerteren aber gleichwertigen Ersatz an den Patienten ausgeben. Dies ermöglicht eine Vereinbarung mit den gesetzlichen Krankenkassen, die wirkstoffgleichen Präperaten den Vorzug geben vor teuren Originalen.

Das Einsparpotential durch Generika ist enorm. Zwar steigen nach wie vor die Kosten des Gesundheitswesens durch immer höhere Ausgaben für Medikamente; ohne Generika wären das System aber vermutlich jetzt schon nicht mehr finanzierbar. Insgesamt fast sieben Milliarden Euro konnten allein im vergangenen Jahr dadurch eingespart werden. Dies ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt des Gesundheitssystems und vor allem auch seines Niveaus. Generika sind heute für fast alle medizinischen Bereiche erhältlich. Über einhundert Generika sind allen bei verschreibungspflichtigen Medikamenten auf dem Markt. Bei nicht – verschreibungspflichtigen Arzneien ist der Anteil sogar noch sehr viel höher. Das durch Generika gesparte Geld kann sinnvoll in neue Therapiemethoden investiert werden. Keine große Rolle spielen Generika allerdings im Augenblick noch in den Kliniken. Da hier oft sehr spezielle Medikamente und dies in erheblichen Mengen benötigt werden, sind die Einsparpotentiale dort noch sehr gering.

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