Einfach Vorbeugen – mit Bewegung gesund bleiben
07.August 2008
Eine Vielzahl von Erkrankungen hat ihre Ursache im modernen Lebensstil, der geprägt ist aus einem Überangebot und oft Überkonsum von Nahrungsmitteln auf der einen Seite. Die andere ist ein dramatischer Bewegungsmangel, der in unserem Alltag herrscht. Beinahe alle Tätigkeiten üben wir im Sitzen aus, es fängt auf dem Weg zur Arbeit schon an, wenn man im Auto oder Zug sitzt, setzt sich fort auf dem Bürostuhl und wieder zu Hause verbringt manch einer den Rest des Tages auf der Couch. Dabei ist gerade Bewegung die einfachste und wirkungsvollste Art, die Gesundheit zu erhalten. Allein sich dazu aufzuraffen, ist oft ein großes Problem. Der „innere Schweinehund” ist meistens dagegen. Aber man kann ihn überlisten oder mit ihm zusammenarbeiten. Wie das geht, hat man nun wissenschaftlich untersucht.
Es gibt ja offenkundig eine Menge Menschen, denen es durchaus jeden Tag gelingt, sich zum Morgen,- oder Abendlauf zu motivieren oder sich sonst körperlich aktiv zu betätigen. Warum es andere nicht schaffen, obwohl sie es sich immer wieder vornehmen, hat man bei dieser Untersuchung versucht aufzuklären.
Erste Erkenntnis, warum die Macher es schaffen, die anderen aber beim dauernden Versuch bleiben, liegt darin, wie man sich selbst managt. Die, die es schaffen, haben Strategien entwickelt, ihre Ziele entgegen innerer und äußerer Widrigkeiten auch anzugehen. Diese Gruppe ist auch eher in der Lage zu handeln, statt abzuwarten und kann unangenehmes im Jetzt besser mit später zu erreichenden Zielen abgleichen. Sie lässt sich von Problemen nicht aufhalten und nimmt Herausforderungen gerne an. Eine simple Methode ist zum Beispiel, sich auf das gute Gefühl zu konzentrieren, das man nach dem Joggen hat, statt sich mit Gedanken an die bevorstehende Anstrengung zu demotivieren.
Ausreden zu finden fällt der Vergleichsgruppe hingegen leicht. Es ist diejenige, die zwar gerne Sport treiben möchte, den Wunsch jedoch nicht umsetzt. Die Energie, die im Erfinden von Ausreden oder dem Nachdenken darüber, ob man nun heute morgen in die Kälte raus gehen sollte oder nicht, steht für die eigentliche Tätigkeit nicht mehr zur Verfügung. Ausreden sind da oft schnell gefunden, etwas irgendwelche Wehwehchen, die einen daran hindern, Sport zu treiben, obwohl man es eigentlich gerne wollte. Aber gerade wenn man schon Beschwerden hat, sollte man sich erst Recht bewegen, da gerade der Bewegungsmangel Krankheitsverursacher Nummer eins ist.
Dazu kann man klein anfangen, indem man seinen Alltag etwas modifiziert, zum Beispiel täglich zu Fuß einkaufen geht anstatt einmal die Woche mit dem Auto. Auch über die Treppe kann man aus dem Haus gelangen und wieder zurück in die Wohnung, statt mit dem Aufzug zu fahren. Hat man das einmal umgesetzt, kann man sich weitere Ziele stecken und ist dabei motiviert, weil man schon ein Stück erfolgreich geschafft hat.
Motivierend können auch Partner wirken, die einen beim Sport mitziehen und die Begeisterung aufrecht erhalten.
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