Privat versichern oder als Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben und erst einmal abwarten, was sich durch die kommende Reform ändert?
Viele Versicherte sind in Bezug auf die Entwicklungen auf dem Markt der Krankenversicherungen „verunsichert”, um mal ein kleines Wirtspiel heran zu ziehen. Denn auf Grund der „drohenden” Gesundheitsreform, die ab dem kommenden Jahr greifen wird, kann man sagen, dass einige Versicherte erst mal abwarten wollen, was sich denn im Großen und Ganzen an Neuerungen ergeben wird. Denn man darf einen Umstand nicht außer Acht lassen: Im Rahmen einer privaten Krankenversicherung (PKV) wird für jeden Versicherten ein individueller Beitrag errechnet, der abhängig von Parametern wie zum Beispiel Geschlecht, Alter, oder Gesundheitszustand des Versicherten bei Vertragsabschluss und des Umfangs der Leistungen, die in dem individuellen Tarif mit der privaten Krankenversicherung (PKV) vereinbart wurden. Wenn sich der Gesundheitszustand im Laufe der Versicherungsdauer verändern sollte, ändert sich aber nichts an dem Beitrag für den Versicherten. Anpassungen des Beitrags werden nur im Rahmen einer Tarifgruppe und nicht für einzelne Versicherte vorgenommen. Ein Beispiel: Weil Frauen statistisch gesehen eine allgemein höhere Lebenserwartung haben, müssen Frauen in der Regel einen höheren Beitrag bezahlen, als dies bei Männern der Fall ist. Da hat sich allerdings auf Grund des so genannten Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) einiges geändert, zum Beispiel bei dem Bereich der Schwangerschafts- und Mutterschaftskosten. Diese Kosten werden nicht mehr ausschließlich von weiblichen Versicherten getragen, sondern paritätisch von Frauen und Männern zu gleichen Anteilen. Man sieht also: Es gibt einige Unterschiede zwischen der privaten Krankenversicherung (PKV) und der gesetzlichen Krankenversicherung GKV), und durch die anstehende Gesundheitsreform wird sich im Großen und Ganzen noch einiges ändern, das ist nicht von der Hand zu weisen. Man fährt auf jeden Fall als Versicherter am besten damit, wenn man erst einmal in aller Ruhe und mit der nötigen Aufmerksamkeit im Vorfeld alle Änderungen sondiert und dann zeitig entscheidet, was man denn genau für sich selbst in Bezug auf die eigene Krankenversicherung ändern will.
jetzt kommentieren? 26. August 2008