Stress hat viele Gesichter und viele Varianten. Einige davon sind gefährlich für die Gesundheit, wenn man sich im über längere Zeit aussetzt, andere anregend, wenn sie einen Menschen bei einer geforderten Leistung weder über,- noch unterfordern.Überfordern wir jedenfalls eine Beziehung ein dauerhafter Streit ums Geld. Treffen in einer solchen Partnerschaft unterschiedliche Charaktere aufeinander, kommt man um Streit kaum herum. Ist einer sparsam, der andere freigiebig, muss man nach Strategien suchen, um diesen grundlegend verschiedenen Ansätze, mit Geld umzugehen, unter einen Hut zu bringen.
Fünf verschiedene Verhaltensregeln, können einen zerstörerischen Dauerstreit über die Familienfinanzen verhindern helfen.
Zuerst ist eine offene Kommunikation wichtig. Zwar gibt es eine gewisse gesellschaftlich bedingte Hemmung, Gelddinge offen anzusprechen, die man jedoch zugunsten seiner Beziehung überwinden sollte. Klare Absprachen darüber, was mit dem Haushaltseinkommen geschehen soll, sind wenigstens einmal im Monat Pflicht. Das verhindert Eigenmächtigkeiten eines Partners, die, egal wie gut sie gemeint sind, auf jeden Fall zu vermehrtem Beziehungsstress führen werden.
Eine Partnerschaft beruht auf Vertrauen. Dieses sollte nicht bei Geldangelegenheiten enden. Gerade hier ist es entscheidend, dass jeder mit offenen Karten spielt und keine Heimlichkeiten vollführt. Gemeinsame Konten sind daher für Paare, die sich Vertrauen schenken, eine Selbstverständlichkeit. Auch sollte keiner geheime Reserven anlegen, mit denen er ohne Wissen des anderen hantiert.
Um jeden Streit ums Thema Geld zu vermeiden, muss man auch einmal nachgeben können. Eine unterschiedliche Sicht darauf, wie man mit Geld umgehen sollte, muss der andere Partner auch einmal akzeptieren können, selbst wenn es seiner Meinung widerspricht. Wer immer darauf besteht, seine Ansicht als allgemein gültig durchzusetzen, tut seiner Partnerschaft auf Dauer keinen Gefallen.
Egal wer in der Gemeinschaft überhaupt oder mehr Geld nach Hause bringt, sollte ihm das nicht automatisch das Recht einräumen, auch allein über die Verwendung zu bestimmen. Das Motto „wer zahlt, schafft an”, ist in einer Partnerschaft völlig fehlt am Platz.
Wer knausert und sich niemals etwas gönnt, was er sich mit seinem Geld Gutes tun könnte, nimmt diesen Bereich zu ernst, um auf Dauer entspannt damit umgehen zu können. Geld ist kein Selbstzweck, daher muss man auch einmal großzügig sein können, vor allem zu sich selbst.
28. Juli 2008
Das man sich beim Konsum von Alkohol sehr zurückhalten sollte, wenn man sich anschließend noch ans Steuer eines Fahrzeugs setzen will, ist ein Allgemeinplatz. Zwar wird vor der Einführung einer Null-Promille-Grenze die beliebte Stammtischdiskussion nicht an Fahrt verlieren, wie viel man sich genehmigen darf, ohne an kritische Grenzen zu stoßen. Aber im Prinzip ist klar, man trinkt am besten so wenig wie möglich, das heißt nach Möglichkeit nichts Alkoholisches. Zwar weisen Untersuchungen zum Thema gerade in Bezug auf Blutalkohol äußerst interessante Ergebnisse auf, die gerade die geltenden Regeln in Frage stellen. So stellte man fest, dass Personen dann die geringste Unfallwahrscheinlichkeit haben, wenn sie nicht etwas vollkommen nüchtern sind, sondern einen Blutalkoholwert um die drei Promille aufweisen. Ein kleiner Schluck kann also durchaus die Verkehrsicherheit verbessern, auch wenn dies sehr von der individuellen Kondition abhängt. Man sollte sich also nicht auf diese Untersuchungen berufen, falls man einmal bei einer Kontrolle erwischt wird, da wird man nicht wirklich eine Chance haben, der Strafe zu entgehen.
Ähnlich verhält es sich mit diversen illegalen Mitteln, zum Beispiel Cannabis, das man ebenfalls vor einer Fahrt nicht konsumieren darf.
Woran man jedoch selten denkt, obwohl die Gefahr groß ist, sich damit hinter das Steuer zu setzen, sind die Nebenwirkungen von vielen Medikamenten. Beinahe ein Viertel aller zugelasssenen Arzneien beeinflussen die Fahrtüchtigkeit, indem sie die Reaktionen des Fahrers reduzieren. Dieser Aspekt von Unfallursachen wurde bislang viel zu wenig beachtet, obwohl die zuständige Berufsgenossenschaft davon ausgeht, das ein Viertel aller Unfälle auf die Nebenwirkungen von Arzneien zurück zu führen sind; wesentlich mehr, als solche unter Alkoholeinfluss.
Während bei verschreibungspflichtigen Medikamenten die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass Arzt oder Apotheker den Patienten auf die unerwünschten Nebenwirkungen hingewiesen haben, befinden sich aber auch zahllose frei verkäufliche Medikamente auf dem Markt, die ebenfalls die Fahrtüchtigkeit beeinflussen. Viele Erkältungsmittel enthalten zum Beispiel Alkohol in nicht unerheblicher Prozentzahl. Wer darauf nicht achtet und die Mittel ohne Anweisung einnimmt, kann schnell die Grenze der Fahrtüchtigkeit erreichen. Nicht nur ein eventueller Unfall kann hier als schwere Folge eintreten, auch zahlt die gesetzliche Unfallversicherung keinen Cent, war man zu diesem Zeitpunkt nicht in der Lage, ein Fahrzeug zu führen.
Auch viele Psychopharmaka, sowie Schmerztabletten haben ähnliche fatale Nebenwirkungen.
28. Juli 2008